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Verlag Das Brennglas


Spanien: Windhunde gerettet

G A L G O S   U N D   P O D E N C O S   W E R D E N   B R U T A L   E R S C H L A G E N 



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»Dogs & Friends« - das ist der Name einer noch jungen Tierschutzgruppe aus Hessen, die ein Herz für Windhunde aus Spanien hat. Bei unserem Interview sahen wir eine verspielte Meute aus Podencos, Galgos und Mischlingen jeder Größe, die vergnügt und rennfreudig über den Rasen fegte. Kaum vorstellbar, was einige diese Lieblinge in früherer Zeit durchmachen mussten...



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Rosi Schnee mit Twiggy, einer geretteten Galgo: Streicheleinheiten für die Seele.



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Freiheit für Tiere: Hallo Rosi, du bist die Vorsitzende des Vereins »Dogs & Friends«. Seit wann gibt es euren Verein, wie groß seid ihr und warum setzt ihr euch gerade für spanische Windhunde ein?

Rosi Schnee: Den Verein »Dogs & Friends« gibt es seit Anfang März 2005, und bundesweit haben wir bislang 12 Mitglieder. Erfahrungen mit der Vereinsarbeit habe ich allerdings schon in anderen Hundeschutzvereinen gesammelt. Windhunde sind eine besondere Rasse, sehr verschmust und freundlich. Es gibt nur wenige Menschen, die wissen, wie Windhunde gehalten werden sollten, und daher ist die Unterstützung für diese Rasse noch nicht so groß. In Spanien werden Podencos und Galgos zur Jagd und für Hunderennen eingesetzt. Bringt ein Hund nicht den gewünschen Erfolg, wird er aufgehängt oder im Wald ausgesetzt, und das in erschreckend hoher Zahl. Wir retten allerdings nicht nur Windhunde, sondern auch andere Hunde, die unsere Hilfe brauchen.

Freiheit für Tiere: Beschreibe unseren Lesern doch einmal den Alltag und das Schicksal eines Windhundes in Spanien.

Rosi Schnee: Podencos werden in Gruppen im Zwinger gehalten. Umgerechnet acht erwachsene Hunde von 50 cm Schulterhöhe auf ca. 6 Quadratmetern. Auslauf ist nicht gegeben, Futter und Notdurft alles auf diesen 6 Quadratmetern. Viele Hunde werden geschlagen, gequält und nur zur Jagdzeit herausgelassen. Ist ein Podenco ein erfolgreicher Läufer, wird er 8-9 Jahre gehalten und bekommt als Lohn einen schnellen Tod durch Erhängen. Ist er für die Jagd oder als Rennhund nicht zu gebrauchen, wird er ausgemustert. Das heißt, er stirbt eines langsamen Todes. Dabei wird ein Draht oder ein Seil zwischen Vorderlauf und Hals gelegt und der Hund so an einem Baum hochgebunden, dass er nur noch auf den Hinterbeinen stehen kann. Die Kräfte des Hundes lassen dann schnell nach, und er verlagert das Körpergewicht von einem Bein auf das andere, so lange, bis er stirbt. Diese Methode nennen die Peiniger den »Klavierspieler«. Nicht selten beobachten diese Menschen das Martyrium aus benachbarten Büschen heraus.
Hat ein Hund das »Glück« nur ausgesetzt zu werden, wird er meistens von Touristen durchgefüttert. Doch ohne Auffangstation hat er keine Chance zu überleben.

Freiheit für Tiere: Gibt es Anlaufstellen vor Ort in Spanien?

Rosi Schnee: In Spanien gibt es etliche Tierschützer und Privatleute, die mit hohem Engagement helfen. Es gibt auch einige Auffangstationen. Dort werden die geretteten Tiere erst einmal untergebracht, medizinisch untersucht und versorgt. Von dort bekommen wir dann Anrufe für Aufnahmen. Wir sind im ständigen Kontakt mit den Stationen und erhalten Bilder und Daten. Diese stellen wir auf unserer Website zusammen und suchen nach Pflegestellen und Direktvermittlungen. Die Pflege- und Adoptivstellen werden von uns sehr sorgfältig ausgesucht, damit unsere geretteten Schützlinge kein neues Drama erleben müssen.



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Mini sollte mit dem Hammer erschlagen werden. Eine lange Narbe auf dem Kopf ist übriggebieben. Bei »Dogs & Friends« wird die liebe Hündin aufgepäppelt. Nur das Gewicht will noch nicht rauf.



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Freiheit für Tiere: Wie viele Straßenhunde leben in Spanien?

Rosi Schnee: Es gibt keine Zahlen, aber es sind viel zu viele. Häufig haben die Tiere durch die Massenzüchtung einen Gen-Defekt. Ein Beispiel dazu: In Andalusien hatte ein Podenco-Züchter in einer Zwingeranlage 200 Welpen, nach Größe und Fellart sortiert.

Freiheit für Tiere: Wie kommen die Hunde nach Deutschland?

Rosi Schnee: Sie werden mit so genannten Flugpaten nach Deutschland geflogen. Wir halten Flugboxen bereit und bezahlen den Transport. Unter www.flugpaten.com und www.spanische-hunde.de können sich Interessierte informieren.

Freiheit für Tiere: Was sind die lustigen und schönsten Momente bei eurer Arbeit?

Rosi Schnee: Mit Hunden gibt es viele schöne Situationen. Lustig ist zum Beispiel, wenn unsere Schützlinge durch einen Berg von Rasenschnitt toben und hinterher aussehen wie Borstentiere.
Wir haben einmal einen kleinen alten Hund an eine Familie mit zwei Irischen Wolfshunden vermittelt. Damit er so groß war wie die Wolfshunde, sprang er im Garten häufig auf eine alte Tonne. Das Schönste an unserer Arbeit sind die erfolgreichen Vermittlungen, wenn geschun-dene Hunde ein neues, friedliches und umsorgtes Zuhause finden und sich wieder des Lebens freuen können.

Freiheit für Tiere: Wie finanziert sich der Verein?

Rosi Schnee:
Wir finanzieren viel durch Privateinlage. Des weiteren natürlich durch Spenden. Wir veranstalten im Jahr auch verschiedene Podenco-Treffen, bei denen wir Spendendosen aufstellen und Tombolas veranstalten. Bei Notfällen für eine anstehende Operation z.B. starten wir auch einen Internet-Aufruf auf unserer Homepage. Wird ein Hund in eine Pflegestelle gegeben, übernimmt diese die Futterkosten.

Freiheit für Tiere: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg für eure zukünftige Arbeit!


Informationen über Windhunde, Patenschaften & Hunde-Adoption:

DOGS AND FRIENDS
Am Laubersberg 35
63456 Hanau
Tel.: 0049-6181-690581
Fax: 0049-6181-9457239
www.dogs-and-friends.de
mail: dogsandfriends@aol.com

DOGS AND FRIENDS - Tierschutz International e.V. ist als gemeinützig und besonders förderungswürdig anerkannt!



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Galgos und Podencos sind sehr kinderfreundlich, sie haben ein ausgesprochen liebenswertes Wesen.



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Loona kann wieder so herumtollen, wie es jeder Hund verdient.



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Bingo wurde in einer leeren Wassertonne gefunden. Nach intensiver Pflege geht es ihr jetzt in ihrem neuen Zuhause gut.



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Die »Meute« nach ihren schlimmen Erlebnissen wie ausgewechselt: In Sicherheit lässt es sich wieder gut spielen



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