Weltweit hungern über 852 Millionen Menschen, trotz einer weltweiten Getreideernte von 1,57 Milliarden Tonnen (Wirtschaftsjahr 2006). Bei einer Weltbevölkerung von rund 6,6 Milliarden Menschen stünde jedem Menschen pro Tag 652 Gramm Getreide zur Verfügung.
Doch 49% der jährlichen weltweiten Getreideernte und 90% der jährlichen Sojabohnenwelternte werden von den 20 Milliarden »Nutztieren« verzehrt. 80% der landwirtschaftlichen Fläche der Erde werden von Viehzüchtern beansprucht.
Die armen Staaten sind aufgrund der Überschuldung zum Teil gezwungen, hochwertige, für die menschliche Ernährung notwendige Pflanzennahrung als Viehfutter zu verkaufen. 60% der Futtermittel in der Massentierhaltung werden aus den Entwicklungsländern importiert.
Würde die Menschheit vegetarisch leben, müsste kein Mensch hungern!
Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7-16 kg Getreide oder Sojabohnen. Bei der »Umwandlung« von Getreide in Fleisch gehen durch diese künstliche Verlängerung der Nahrungskette unter anderem 90% Eiweiß, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren. Fleischverzehr ist also die effektivste Form der Nahrungsmittelvernichtung. Auf der Fläche eines Grundstückes, die benötigt wird, um ein Kilo Fleisch zu erzeugen, könnte man im selben Zeitraum 200 kg Tomaten oder 160 kg Kartoffeln ernten.
Vegetarismus gegen Wassermangel
Ein Drittel der Weltbevölkerung leidet unter Wassermangel. Zu diesem Ergebnis kommt die mit 700 Wissenschaftlern bislang umfangreichste Studie zum Thema Süßwasserversorgung (Comprehensive Assessment of Water Management in Agriculture). Die Wissenschaftler nennen als effektivste Methode, Wasser zu sparen, den Verzicht auf Fleisch. Denn für den Anbau von einem Kilo Getreide werden rund 2000 Liter Wasser verbraucht; um ein Kilo Fleisch zu produzieren, benötigt man fünfmal soviel.
50% der Wasserverschmutzung in Europa werden durch die Massentierhaltung hervorgerufen. Das Nitrat aus der Landwirtschaft ist heute schon so weit ins Grundwasser vorgedrungen, dass einige Mineralwassermarken bereits nicht mehr Trinkwasserrichtwerte erfüllen. In den USA ist der Anteil der Landwirtschaft an der Wasserverschmutzung größer als der aller Städte und Industrien zusammen.
Vegetarier sind gesünder
Es besteht heute unter Fachleuten kein Zweifel mehr, dass mit einer fleischlosen, vegetarischen Ernährung eine optimale Deckung des Nährstoffbedarfs gewährleistet ist. Der Konsum von Fleisch, Wurst und Fisch ist ein Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen:
Fleisch begünstigt Diabetes: Eine hohe Zufuhr gesättigter Fettsäuren kann zu einer Insulinresistenz führen und begünstigt das Entstehen der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Generell enthalten tierische Produkte sehr viele gesättigte Fettsäuren.
Fleisch verursacht Übergewicht: Gesättigte Fettsäuren begünstigen die Entstehung von Übergewicht. Übergewicht gilt als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen u.a.m.
Fleisch schädigt die Knochen: Fleischprodukte enthalten durchschnittlich mehr Phosphor als Calcium. Ein erhöhtes Phosphor/Calcium-Verhältnis hat eine verstärkte Freisetzung von Calcium aus den Knochen zur Folge. Studien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen einer hohen Phosphataufnahme mit der Nahrung und einem erhöhten Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche.
Fleisch fördert Entzündungen und Schmerzen: Tierische Produkte enthalten viel Arachidonsäure, woraus sich Entzündungsstoffe bilden. Diese können zur Entstehung von Neurodermitis, Darmentzündungen, Asthma, Arthritis, Arthrose und Rheuma führen.
Fleisch begünstigt Herzinfarkt und Arteriosklerose: Eine zu hohe Eisenzufuhr, wie sie der Verzehr von rotem Fleisch mit sich bringt, ist eine gefährliche Quelle für freie Radikale, die die Blutgefäße schädigen. Speziell bei Männern steigt das Herzinfarktrisiko.
Fleisch ist ein Risikofaktor für Krebs: Die NIH, die größte medizinische Forschungseinrichtung der Welt, stellte 2001 ein erhöhtes Krebsrisiko bei Verzehr von rotem Fleisch fest. Aus einer Studie der Universität von Minnesota, die im September 2002 veröffentlicht wurde, geht hervor, dass der Verzehr von gegrilltem roten Fleisch die Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs fördert. Eine große europäische Ernährungsstudie der Epic wies 2006 nach, dass Menschen mit einer Helicobacter-Infektion, die zudem viel Fleisch essen, ein fünffach erhöhtes Magenkrebsrisiko haben. Weltweit ist Magenkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache. Eine Studie des Ontario Cancer Institute wies den direkten Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und erhöhtem Brustkrebsrisiko nach. Nach einer Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums haben Vegetarier ein drastisch verringertes Sterblichkeitsrisiko. Wer gesund leben möchte, sollte daher auf Fleisch lieber verzichten.
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