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Hilfe für die Esel in Mauretanien
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2005 wurde die österreichische Tierrechtsvereinigung RespekTiere auf die unhaltbare Situation der Arbeitsesel in manchen Staaten Afrikas hingewiesen. Die Tierschützer führten deshalb im Dezember 2005 eine erste Recherche im westafrikanischen Mauretanien durch, wo die Situation als besonders schlimm geschildert worden war. »Freiheit für Tiere« berichtete in Ausgabe 3/2006 und rief zu einer Hilfsaktion auf. Im Sommer 2006 fuhr Thomas Putzgruber von RespekTiere erneut nach Mauretanien.
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Von Thomas Putzgruber, RespekTiere
Das Ziel unserer Recherche war die Hauptstadt Nouakchott, wo nach Schätzungen rund 80.000 Esel und einige hundert Pferde für alle möglichen Arbeiten, z.B. zur Wasserversorgung, herangezogen werden. Obwohl die Menschen von ihnen mehr oder weniger total abhängig sind, werden die Tiere bei der Verrichtung ihrer Tätigkeiten immer wieder schwer geschlagen. So weisen die allermeisten blutige Wunden, verstreut über den ganzen Körper auf. Bei Temperaturen über 35 Grad sind die offenen Stellen alsbald von Fliegen bedeckt. Infektionen und offene Geschwüre sind die traurige Folge.
Zusätzlich verursachen unsachgemäß zusammengezimmerte Zaumzeuge weitere Verletzungen durch Aufscheuern. Die Besitzer der Lasttiere verstärken das Leid noch, indem sie ihre Esel oftmals durch Abschneiden bzw. Beschneiden der Ohren, bzw. durch tiefes Einritzen von Mustern in das Fleisch kennzeichnen.
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Kostenlose Behandlung im Eselzentrum und Tierschutzunterricht
Es gibt neben uns nur eine einzige Tierschutzorganisation (aus England), die sich vor Ort um die Esel kümmert. Kostenlos können die Menschen dort ihre Lasttiere behandeln lassen. Ergänzend dazu wird ein Zentrum betrieben, wo unter anderem auch ein Unterricht für Kinder stattfindet. Hier wird die Kleinen ein würdiger Umgang mit den Tieren gelehrt. Zudem verrichtet eine mobile Station, ein Landrover, gefahren von vier Helfern und zwei Tierärzten, täglich Dienst. Allerdings ist die Organisation mit rund 10 Mitarbeitern völlig überfordert. Die aufopfernde Arbeit kann zur Zeit nur als Tropfen auf den heißen Stein gesehen werden.
Spendengelder für Einsatzfahrzeug
Was uns bei der ersten Reise besonders auffiel: Ganz, ganz dringend wurde ein weiteres Einsatzfahrzeug zur Bergung verletzter Tiere benötigt, weil das bisher mit den beschränkten Mitteln als unmöglich galt. Deshalb starteten wir nach unserer Rückkehr über die großen österreichischen Zeitungen und über »Freiheit für Tiere« einen Aufruf, um die Menschen zu informieren und dabei gleichzeitig Spenden zu sammeln. Mit Erfolg - denn durch Ihre großartige Hilfe konnten wir in der Zwischenzeit einen Transportbus, einen geräumigen und gut erhaltenen Renault Traffic, bereitstellen und 2.000 Euro Spendengelder überweisen.
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RespekTiere begleitet Ärtzeteam
Im Sommer 2006 schloss ich mich in meiner Funktion als RespekTiere-Obmann einem österreichischen Ärzteteam an, welches völlig ehrenamtlich in die entlegenen Dörfer Mauretaniens reiste, um den Menschen heiß ersehnte ärztliche Hilfe zukommen zu lassen. Bei dieser Gelegenheit konnte dann auch gleich der Transporter übergeben werden. Gleichzeitig erhielt ich erneut Einblick in die Arbeit der Station, zudem konnte ich auch gemeinsam mit den Tierärzten und den Helfern einen Einsatz mit der mobilen Klinik fahren. Dabei präsentierte sich die Situation allerdings noch dramatischer, als sie es im Winter gewesen war.
Situation der Esel noch dramatischer geworden
Es herrschen Temperaturen oftmals jenseits der 40-Grad-Marke. Wie könnte es anders sein, werden die Esel deshalb zu noch mehr Arbeit angetrieben - es gibt dabei keine Rücksicht auf die Gesundheit der Lasttiere. So sieht man kaum einen Esel, welcher nicht völlig ausgelaugt und in besorgniserregendem Zustand zu sein scheint. Trotz der zahlreichen Wunden werden die Tiere auch noch fortwährend, fast mechanisch, geschlagen. Selbst wenn sie kaum noch gehen können, lässt man keine Gnade walten - ganz im Gegenteil: Wütend über den buchstäblich schleppenden Arbeitserfolg wird noch mehr geprügelt. Im Angesicht der jahrhundertealten »Tradition« verliert man schnell die Hoffnung, dass sich dieser Zustand durch einen mahnenden Zeigefinger jemals wird bessern können. Es muss nach neuen Ansätzen gesucht werden; der Tierschutzunterricht für Kinder ist dabei zweifelsfrei ein Schritt in die richtige Richtung.
Geplant: Einsatz von Tierärzten, Plakate und TV-Spots
Auch setzen wir unsere Zuversicht in eine geplante »Werbeaktion«, wo auf Plakaten und im Fernsehen (denn obwohl Mauretanien zu den ärmsten Ländern Afrikas zählt, ragen selbst aus den aus Müll und Bauteilen notdürftig zusammengebastelten Hütten der Armenviertel unzählige Fernsehantennen!) mit Hilfe von Religionsführern auf Koranstellen hingewiesen werden soll, welche einen würdigen Umgang mit dem Mitgeschöpf Tier predigen. Auch Taxis sollen mit gleichlautenden Aufschriften verziert werden. Zudem planen wir den Einsatz von ehrenamtlichen Tierärzten, welche in gewissen Abständen mit uns die Wasserstellen bereisen werden, um einen Vor-Ort-Einsatz zu führen. Dabei sollen natürlich auch die Menschen nicht vergessen werden: Über eine mit uns befreundete ortsansässige Organisation wollen wir dringendst benötigte Spendengüter verteilen.
Helfen Sie mit!
Natürlich kosten solche Vorhaben viel Geld. Deshalb laden wir Sie ein, zu einem Teil des Projektes zu werden. Durch Ihre Hilfe und Unterstützung können wir gemeinsam dort helfen, wo unsere Unterstützung wirklich gebraucht wird! Jeder bei uns eingehende Euro wird so zu einem Baustein für eine bessere Welt. Sie haben unsere 100%ige Garantie, dass Ihre Spende zweckdienlich verwendet wird. Wenn Sie uns Ihre Anschrift mitteilen, werden wir Sie selbstverständlich in regelmäßigen Abständen detailliert über die erreichten Fortschritte informieren. Jeder Euro wird den Schmerz der Esel etwas lindern. Gemeinsam können wir helfen, den Kreislauf von Tradition, Gewalt und Armut zu durchbrechen.
Bausteine für eine bessere Welt
Natürlich muss uns bewusst sein, dass eine in sich gewachsene Spirale nicht von heute auf morgen veränderbar ist, aber mit viel Fleiß, hartnäckiger Arbeit und einer Menge Engagement können wir der folgenden Generation ein Beispiel bieten, worauf sich diese ausrichten kann. Wie sagt doch eine treffende Weisheit? »Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern nur von unseren Kindern geliehen!« Bitte erzählen Sie Ihren Bekannten und Verwandten von unserem Anliegen. Wir senden Ihnen auch gerne weitere Infobroschüren zu. Zudem sind wir über jeden Hinweis, welcher uns in Mauretanien weiterhelfen könnte, dankbar. Vielleicht kennen Sie jemanden, der schon mal in Afrika war und mit Hilfsprojekten Erfahrungen hat, einen Tierarzt, der vielleicht mit uns mitkommen würde... Es gibt viele Wege zu helfen. Wir sind für alle Anregungen dankbar!
Um die Thematik möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen, veranstalten wir im Laufe des Jahres mehrere Fotoausstellungen über das schreckliche Leid. Ausstellungen fanden im Zuge der Veganen Sommerfeste in Wien und in Salzburg sowie im Oktober in Zell am See statt. In diesem Zusammenhang möchten wir uns allerherzlichst bei der Firma »Mails & More« aus dem niederösterreichischen Tullnerfeld sowie bei einem Elektrogroßhändler, welcher namentlich nicht erwähnt werden möchte, für die spontane und kostenlose Ausarbeitung der für die Ausstellung benötigten Poster bedanken!
Infos: Verein RespekTiere Thomas Putzgruber, Obmann Pezoltgasse 24 A-5020 Salzburg Tel: 0043/(0)664-2802732 www.respektiere.at
Spendenkonto: Salzburger Sparkasse BLZ.: 20404 Kto.Nr: 2345 für Überweisungen aus dem Ausland: BIC SBGSAT2S IBAN: AT132040400000002345
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